ALUMINIUM 2014 setzt auf Nachhaltigkeit und internationale Märkte
Weltweit wächst der Einsatz von Aluminium kontinuierlich. Vor allem der Verkehrssektor erweist sich als Wachstumstreiber, die CO2-Reduktionsziele in Europa und den USA regen die Nachfrage nach Leichtbaumaterialien an. Aber auch der Bausektor und der Verpackungsbereich verzeichnen gute Wachstumsraten. Die steigende Nachfrage aus allen wichtigen Anwendungsmärkten spürt auch die weltweit größte Branchenmesse, die Aluminium 2014. Rund 950 Aussteller aus 50 Nationen werden vom 7. bis 9. Oktober auf dem Düsseldorfer Messegelände erwartet.
Auf der Aluminium 2014 treffen sich Aluminiumhersteller, Verarbeiter, Anbieter von Technologien und Ausrüstungen für die Produktion, Weiterverarbeitung und Veredelung. Mit Unterstützung des GDA, Gesamtverband der Aluminiumindustrie, und der EAA, European Aluminium Association, zeigt die Messe alle zwei Jahre das volle Leistungsspektrum der Branche: von der Produktion des Werkstoffs über die Verarbeitung bis zum Endprodukt. Zuletzt zählte die Messe 907 Aussteller und 21 508 Besucher.

Dabei orientiert sich die Messe an der Prozesskette, von der Primärproduktion (Halle 9) über Guss- und Wärmebehandlung sowie Recycling (Halle 10) und Halbzeuge mit den dazugehörigen Technologien (Hallen 11 und 12) bis zur Oberflächenbehandlung, dem Schweißen und Fügen sowei der Metallbe- und -verarbeitung (Halle 13). Neben Herstellern und Verarbeitern zeigen sich auch zahlreiche Maschinen- und Anlagenbauer auf der Aluminium.
Von den großen Keyplayern wie Alcoa, Constellium, Hydro, Trimet, Rusal, SMS, BWG, Sapa oder Quatar Aluminium bis zu kleineren Spezialanbietern ist die internationale Aluminiumindustrie auch in diesem Jahr in Düsseldorf vertreten. Unter den 950 Ausstellern sind zudem 46 Unternehmen, die bereits seit der ersten Aluminium 1997 dabei sind, wie Achenbach Buschhütten, Assan Alüminyum, Ebner Industrieofenbau, Hertwich Engineering, Otto Junkers, SMS oder Wagstaff.
Messe präsentiert die gesamte Aluminium-Welt
Mehr als 50 Nationen versammeln sich auf der Aluminium 2014. Zu den größten Ausstellernationen gehören (nach Deutschland) in diesem Jahr Italien (mit mehr als 100 Ausstellern), dicht gefolgt von der Türkei und China. Neben dem europäischen Ausland sind auch Nordamerika, die arabischen Staaten und Asien stark vertreten. Die internationale Relevanz der Messe machen zudem die Länderpavillons deutlich, darunter zwei chinesische (Halle 9 und 12), der niederländische, der dänische sowie der Nordic Pavillon, auf dem sich Unternehmen aus Norwegen und Island versammeln.
Themenpavillons und Innovation Areas setzen Akzente
Mit ihren Themenpavillons bietet die Aluminium den Besuchern einen gebündelten Überblick über einzelne Schwerpunktthemen. Zentrale Anlaufstelle zum Thema Oberflächenbearbeitung ist das Competence Centre Surface Technology in Halle 13. Hier zeigen 25 Aussteller ihre Technologien zum Beschichten, Lackieren oder Anodisieren von Aluminium. Weitere Themen sind der Korrosionsschutz sowie Prüf- und Messverfahren. Unterstützt wird der Pavillon vom Verband für die Oberflächenveredelung von Aluminium (VOA) und der Qualitätsgemeinschaft für die Stückbeschichtung von Bauteilen (GSB International). In einer Sonderschau werden auf dem Stand der Verbände besonders interessante Beschichtungsverfahren an einzelnen Exponaten präsentiert.
Alles aus einem Guss heißt es im Gießereipavillon (Halle 10), auf dem sich Aussteller aus den Bereichen Sand-, Kokillen- und Druckguss zeigen. Unterstützt wird die Gemeinschaftsstand vom Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie.
In Halle 9 präsentiert sich die aluminiumherstellende Industrie. Der Primärpavillon setzt dabei auf Technologien für die Alumina- und Aluminiumproduktion, die Ausrüstung für Aluminatransporte sowie Elektrolysetechnologien für die Anodenproduktion.
Der Metallbe- und -verarbeitung widmet sich der Schweißen- und Fügenpavillon in Halle 13. Im Mittelpunkt stehen Anlagen, Maschinen, Ausrüstung und Hilfsmittel zum Fügen, Trennen und Beschichten von Aluminium. Auch Techniken zum Aluminiumschweißen, -kleben, -löten, -fügen oder -trennen sind hier zu finden.
Auch der Wirtschaftsverband Großhandel Metallhalbzeug e. V. (WGM) zeigt sich in Düsseldorf wieder mit einem eigenen Pavillon. Auf dem WGM-Gemeinschaftsstand in Halle 1 zeigen sich diverse Unternehmen des Metallhalbzeughandels.
Recycling Pavillon feiert Premiere
In der Aluminiumindustrie gewinnt Urban Mining zunehmend an Bedeutung. Gebrauchtes Aluminium gilt als ergiebige und unverzichtbare Rohstoffquelle. Mit dem Recycling-Pavillon schafft die Messe erstmals einen eigenen Anlaufpunkt für die Recyclingbranche – und spiegelt gleichzeitig die verstärkte Ausrichtung der Aluminiumindustrie auf die Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz wider. Auf dem Gemeinschafsstand in Halle 9 präsentieren spezialisierte Industrieunternehmen aus Deutschland, Italien, Spanien, China und Dubai ihre Lösungen zur Wiederaufbereitung des Leichtmetalls.
Magnesium Area
Magnesium spielt vor allem für die Härtung von Aluminiumlegierungen eine wesentliche Rolle. Die Magnesium-Area in Halle 10 widmet sich aktuellen Anwendungsbeispielen. Unterstützt wird der Magnesiumpavillon von der Europäischen Forschungsgemeinschaft Magnesium e. V. (EFM). Am 6. und 7. Oktober findet zudem begleitend das Magnesium Abnehmer- und Automotive in Düsseldorf statt.
Innovation Areas und Forum Forschung
Neue Ideen und Hightech-Produkte zum Anfassen stellen die Aussteller unterdessen auf den Innovation Areas vor. Im Rahmen von zwei Sonderschauen zu den Themen Automotive und Building wird den Besuchern die Vielfältigkeit von Aluminium greifbar nähergebracht. Die Sonderflächen befinden sich in Halle 13.
Im Forum Forschung, das vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Materialforschung (IFAM) unterstützt wird, präsentieren Forschungsinstitute ihre aktuellen Projekte. Im Rahmen einer begleitendenVortragsreihe werden Fertigungstechnologien, Fragestellungen aus der Logistik in der Fertigung, Beschichtungs- und Fügetechnologien sowie neue Anwendungen von Aluminium vorgestellt.
International Forum rückt Märkte in China und Indien in den Fokus
Mit Ausstellern aus 50 Nationen bietet die Aluminium den größten Überblick über die Branche und die Zukunftsmärkte. Mit dem neuen International Forum rückt die Messe zwei davon in den Fokus: China und Indien. Das Vortragsforum in Halle 13 richtet sich an deutsche und internationale Unternehmen, die ihre Aktivitäten in diesen beiden Märkten ausbauen möchten. Vertreter von Botschaften, regionalen Aluminium-Verbänden, von Unternehmen oder Steuerexperten berichten über den Markteinstieg, Chancen und Risiken für europäische Unternehmen und Messeauftritte im Ausland. Das International Forum ist für Messebesucher kostenfrei, Vortragssprache ist Englisch.
Recruiting Area
Mit der Recruiting Area bietet die Messe einen speziellen Bereich an, in dem ausstellende Unternehmen, Studenten und Fachkräfte die Möglichkeit haben, sich kennenzulernen. Von der hauseigenen Online-Jobbörse, über den Bewerbungsmappen-Check für Studenten durch die Kaiser Stähler Rekrutierungsberatung GmbH, bis zum Matching zwischen Studenten, Absolventen und Fachkräften auf die ausgehängten Jobangebote und der anschließenden Recruiting Reception in einer entspannten Atmosphäre, ist alles dabei.
Aluminium Conference zeigt Zukunftschancen auf
40 Vorträge, fünf Sessions: Die Aluminium Conference 2014 gibt einen Überblick über die Zukunftschancen des Werkstoffs Aluminium in den unterschiedlichsten Anwendungsmärkten. Unter dem Leitthema Aluminium – Material for the Future referieren Materialexperten unter anderem von Linde, Novelis, Constellium, Hydro, Daimler, BMW, Henkel, Rio Tinto Alcan, Alcoa über neue Erkenntnisse aus den Bereichen Plant and Equipment, Automotive, Surface und Aluminium Markets. Organisiert wird die internationale Tagung erneut vom Gesamtverband der Aluminiumindustrie, dem Partner der Messe. Die Konferenz beginnt jeweils um 9.30 Uhr. Die Dauer der einzelnen Sessions mit je acht Vorträgen beträgt jeweils einen halben Tag. Konferenzsprache ist Englisch.
European Aluminium Award zeigt innovative Stärke
Für viele Neuentwicklungen im Verkehrssektor, dem Maschinenbau, dem Bauwesen oder in der Konsumgüterindustrie ist Aluminium der Ausgangspunkt. Die innovativen Anwendungen werden erneut mit dem European Aluminium Award ausgezeichnet, der vom Aluminium Centrum (Niederlande) wieder in Zusammenarbeit mit der European Aluminium Association, dem Gesamtverband der Aluminiumindustrie sowie der Aluminium 2014 vergeben wird.
83 Einreichungen aus elf Ländern wurden von einer internationalen Jury gesichtet. Ab Ende August wird aus den Nominierten in der Kategorie Design & Lifestyle zudem ein Publikumspreis durch eine offene Online-Abstimmung ausgelobt. Verliehen werden die Auszeichnungen, darunter sechs Awards und zahlreiche Sonderpreise, im Rahmen der Aluminium Night am 7. Oktober in der CCD Stadthalle.