Verbandsnachrichten

Verbände 20. 07. 2015
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Verband Deutscher ­Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA)

Export und Energieeffizienz treiben die Branchenentwicklung in der Allgemeinen Lufttechnik

Das Produktionsvolumen stieg 2013 kräftig und auch für 2014 äußerten sich die Unternehmen auf der Mitgliederversammlung des VDMA-Fachverbands Allgemeine Lufttechnik zuversichtlich, dank einer verstärkten Nachfrage von energieeffizienten Produkten durch die Anwender.

Ein sehr starkes Schlussquartal beschert der Branche der Allgemeinen Lufttechnik 2013 ein Produktionsplus von acht Prozent und steigert das Volumen auf insgesamt 13 Milliarden Euro. Die Unternehmen auf der Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main hegten einen Grundoptimismus für eine positive Entwicklung der Branche auch im Jahr 2014. Wirksame Antriebe für die Branche sind die Themen Energie- und Ressourceneffizienz. Energieeffizienz sei für sein Unternehmen ein ganz wichtiges Thema, sagte Dr. Hugo Blaum, Segment President Refrigeration Technologies der GEA Group AG und Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbandes Allgemeine Lufttechnik. Auch in den USA würden sich die Anwender in einigen Jahren dieser Erkenntnis nicht entziehen können. Für 2014 bestätigt der Fachverband seine Prognose und rechnet mit einem Zuwachs von fünf Prozent (Prognose vom 3. April 2014). Denn die große Mehrzahl der Firmen rechnet 2014 aufgrund schon gut gefüllter Auftrags­bücher mit einem Umsatzanstieg.

Trotz eines schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeldes lieferte das Exportgeschäft wesentliche Wachstumsimpulse und legte gegen den Trend des gesamten Maschinenbaus um gut zwei Prozent auf den Rekordwert von 8,7 Milliarden Euro zu. Dazu trugen ein stabiles EU-Geschäft und ein kräftiges Plus in Asien bei. Um sich für den internationalen Wettbewerb zu stärken, bauen nach den Worten von Blaum zudem viele heimische Unternehmen ihre direkten Auslandsengagements aus, die nicht in der deutschen Exportstatistik enthalten sind.Die Bedeutung der Auslandsmärkte ist also umso höher einzuschätzen. 2014 ist mit ­einer weiteren Belebung der Geschäfte mit der EU und Nordamerika zu rechnen.

Aufgrund des beträchtlichen Einsparpotentials beim Energieverbrauch für Anwendungen der Allgemeinen Lufttechnik halten durch innovative Produkte die Themen Klimaschutz sowie Energie- und Ressourceneffizienz immer stärkeren Einzug in die Branche und werden oft schon als Standard angesehen. Andererseits beklagt Dr. Thomas Schräder, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Allgemeine Lufttechnik, dass die Regierung beim herausfordernden Management der Energiewende zwar viel über erneuerbare Energien im Rahmen des EEG spreche, aber die zweite Säule der Energiewende – die Energie- und Ressourceneffizienz – für eine nachhaltige Entwicklung sträflich vernachlässige.

In der Lufttechnik spielen laut Schräder auch Themen des klassischen Arbeits- und Umweltschutzes eine erhebliche Rolle. Mit dieser Bandbreite an Themen biete die Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence Unternehmeneine ideale Plattform, um den Herausforderungen der heutigen Zeit erfolgreich zu begegnen.

Verein Deutscher Ingenieure e. V. (VDI)

Überwachung von Formmessgeräten

Für eine immer größere Anzahl mechanischer Präzisionsbauteile werden funktionsbedingt immer geringere Abweichungen von der idealen Gestalt gefordert. So werden heute bereits Toleranzen für Maß und Form im Sub-Mikrometerbereich bis hin zum Nanometerbereich gefordert und auch eingehalten. Zur Sicherstellung der Funktion von mechanischen Teilen und Baugruppen ist in der Regel eine Bestimmung ihrer Formabweichungen unerlässlich.

Die stetig weiter steigenden Anforderungen an die Fertigungsqualität fordern auch von der Messtechnik immer höhere Präzision, die sich nur durch optimal kalibrierte und überwachte Messtechnik erreichen lässt. Die Richtlinienreihe VDI/VDE 2631 Formprüfung beschreibt Verfahren zur Überwachung und zur Ermittlung der Abweichungen von Formmessgeräten. Außerdem beinhaltet sie Hinweise zur Spezifikation, Durchführung und Dokumentation der Messaufgaben. Dabei steht neben der erreichbaren Genauigkeit die Vergleichbarkeit der erzielten Messergebnisse im Vordergrund.

In der Richtlinienreihe VDI/VDE 2631 Formprüfung sind im Juni neue Blätter veröffentlicht worden:

  • Blatt 2 Formprüfung – Überprüfung der Signalübertragungskette
    Die Richtlinie beschreibt Verfahren und Normale zur Überprüfung der Signalübertragungskette an Formmessgeräten.­ Die Bestimmung der Empfindlichkeit der Signalübertragungskette unter Berücksichtigung der speziellen dynamischen Verhältnisse bei Formmessgeräten ist eine grundlegende Aufgabe zur Sicherung vergleichbarer und rückverfolgbarer Messergebnisse von Formmessungen. Diese Überprüfung dient sowohl der Bestimmung des Anteils der Mess­abweichung durch die Signalübertragungskette als auch der Kalibrierung des Formmessgeräts.
  • Blatt 4 Formprüfung – Ermittlung der ­radialen Drehführungsabweichung
    Das Blatt definiert ein Verfahren, mit dem Änderungen der messtechnischen Eigenschaften eines Formmessgeräts an seinem Standort durch Rundheitsmessungen ermittelt und dokumentiert werden können. Durch Dokumentation der Prüfergebnisse lassen sich Ist-Zustand sowie Änderungen der messtechnischen Eigenschaften des Formmessgeräts, zum Beispiel aufgrund von Klimaeinflüssen oder Schwingungen, schnell erkennen und Maßnahmen zur Verbesserung der Messbedingungen oder zur Fehlerbeseitigung ergreifen.
  • Blatt 5 Formprüfung – Bestimmung der axialen Dehführungsabweichung (Entwurf)
    Beschrieben wird ein Verfahren zur Bestimmung der axialen Drehführungs­abweichung von Formmessgeräten. Die Drehführungsabweichung ist in der Kette der vergleichbaren und rückführbaren Messergebnisse als Überlagerung am Messergebnis beteiligt. Diese Überlagerung wird als Messabweichung erfasst. Für die Dokumentation werden der Aufbau und die Ausführung einer Prüfanweisung erläutert. Damit wird eine einheitliche Vorgehensweise für die Annahmeprüfung und Überwachung von Formmessgeräten erreicht. Die beschriebene Vorgehensweise sichert ein einfaches Prüfen sowie die Rückführbarkeit der Messungen.

Die Richtlinie kann beim Beuth Verlag Berlin bezogen werden (www.beuth.de).

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