Kategorien

Niedriglegierte Stähle

2018-07-23T20:23:06

Bei der Gruppe der niedriglegierten Stähle darf der Gesamtanteil an Legierungselementen 5 % nicht überschreiten und der Mangangehalt liegt über 1 %. Sie haben in der Regel ähnliche Eigenschaften wie die unlegierte Stähle, lassen sich aber durch geeignete Wärmebehandlungsmaßnahmen in ihren mechanischen Eigenschaften wesentlich beeinflussen. Im Bezeichnungssystem dieser Werkstoffgruppe (DIN EN 10027-1) werden die chemischen Symbole der Legierungselemente in der Reihenfolge sinkender Anteile angegeben. Die Gehalte an Kohlenstoff und der Legierungselemente sind mit den in Tabelle 1 genannten Faktoren beaufschlagt.

Tab. 1: Faktoren für Legierungselemente

Legierungselemente Faktor
Cr, Co, Mn, Ni, Si, W 4
Al, Cu, Mo, Ti, V, Be, Ta, Zr, Nb, Pb 10
C, N, P, S, Ce 100
B 1000

 

Ein Stahlwerkstoff mit der Bezeichnung 40CrMo4 kennzeichnet einen niedriglegierten Stahl mit den Legierungselementen Chrom und Molybdän in der Zusammensetzung 40/100 = 0,4 % Kohlenstoff, 4/4 = 1 % Chrom. Dem zweiten Element Molybdän ist keine Zahl zugeordnet, da dessen Anteil weit weniger als 1 % ist. In diese Gruppe gehören beispielsweise die Automatenstähle, die legierten Einsatzstähle, Vergütungsstähle, Kaltarbeitsstähle und Federstähle.